Pharaoh Hound

Pharaoh Hound
Pharaoh Hound
  • Merkmale vom Pharaoh Hound

  • FCI-Standard Nr.: 248
  • Herkunft: Malta
  • Größe: Rüden 56 – 63 cm, Hündinnen 53 – 61 cm
  • Farben: Einfarbig rot bis kastanienbraun mit eventuell weißen Abzeichen an Brust, Pfoten oder Stirn
  • Alter: 11 – 14 Jahre
  • Gewicht: 18 – 27 kg

Herkunft und Geschichte

Der Pharaoh Hound, auch bekannt als Kelb tal-Fenek auf Maltesisch, ist eine der ältesten Hunderassen der Welt und hat eine faszinierende Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Obwohl er stark mit Ägypten assoziiert wird, ist sein tatsächlicher Ursprung Malta, wo er als Nationalhund gilt. Die Ähnlichkeit seiner Silhouette mit Darstellungen von Hunden auf altägyptischen Wandmalereien führte lange Zeit zu der Annahme, dass es sich beim Pharaoh Hound um eine direkte Nachfahrenschaft dieser antiken Hunde handelt. Genetische Untersuchungen legen nahe, dass sich die Rasse unabhängig auf Malta entwickelte, möglicherweise durch Handel und kulturelle Verbindungen mit Nordafrika und dem Mittelmeerraum. Dort wurde der Pharaoh Hound seit Jahrhunderten zur Kaninchenjagd eingesetzt – der Name "Kelb tal-Fenek" bedeutet wörtlich "Hund des Kaninchens". Seine Geschwindigkeit, sein ausgeprägter Geruchssinn und seine Fähigkeit, auch in rauem Gelände zu jagen, machten ihn auf der Insel unentbehrlich. In den 1960er Jahren fand der Pharaoh Hound seinen Weg nach Großbritannien, wo er 1974 vom Kennel Club anerkannt wurde. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) erkannte die Rasse 1963 an und führte sie in Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 6 (Urtyp). Heute wird der Pharaoh Hound nicht nur als Jagdhund, sondern auch als eleganter und aktiver Begleithund geschätzt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Pharaoh Hound ist ein eleganter, mittelgroßer Hund mit einem athletischen und geschmeidigen Körperbau. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 56 bis 63 cm, Hündinnen sind mit 53 bis 61 cm etwas kleiner. Die max_groesse beträgt 63. Das Gewicht liegt je nach Geschlecht und Konstitution zwischen 18 und 27 kg. Das Erscheinungsbild ist von klaren Linien, trockener Muskulatur und einer grazilen, dennoch kraftvollen Haltung geprägt. Der Kopf ist keilförmig mit einem langen, trockenen Fang, der Nasenspiegel ist fleischfarben und die Augen bernsteinfarben, was dem Hund einen intelligenten, wachen Ausdruck verleiht. Charakteristisch sind auch die großen, aufrecht stehenden Ohren, die in hoher Aufmerksamkeit leicht nach vorne gerichtet sind. Das Fell ist kurz, fein und glänzend, in einem warmen Rot- oder Kastanienton. Kleine weiße Abzeichen an Brust, Zehen und Stirn sind zulässig. Die gesamte Silhouette des Pharaoh Hound vermittelt Eleganz, Schnelligkeit und Jagdfähigkeit. Seine Bewegung ist raumgreifend, leichtfüßig und voller Energie, was ihn zu einem ausgezeichneten Läufer macht. Trotz seiner zarten Erscheinung ist der Pharaoh Hound körperlich robust und widerstandsfähig gegenüber den klimatischen Bedingungen seines Herkunftslandes Malta.

Größenverhältnis Pharaoh Hound zum Menschen

Mann180 cm
Pharaoh Hound 6363 cm
Frau164 cm

Wesen und Charakter

Pharaoh Hound Charakter
Pharaoh Hound Charakter

Der Pharaoh Hound ist ein lebhafter, freundlicher und intelligenter Hund mit einem feinen Gespür für seine Umgebung. Er ist sehr menschenbezogen und zeigt in seiner Familie eine bemerkenswerte Loyalität. Trotz seiner Jagdvergangenheit ist er kein aggressiver Hund, sondern freundlich, verspielt und kinderlieb. Fremden gegenüber zeigt er sich zunächst reserviert, aber nie ängstlich oder misstrauisch. Der Pharaoh Hound besitzt eine hohe Sensibilität – sowohl im emotionalen als auch im sensorischen Sinn. Seine Erziehung sollte deshalb stets einfühlsam, aber konsequent erfolgen. Harte Worte oder Grobheit führen bei dieser Rasse selten zum Erfolg. Dank seiner Intelligenz lernt er schnell und kann sich gut auf neue Situationen einstellen. Er benötigt allerdings ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung, um ausgeglichen und zufrieden zu bleiben. Lange Spaziergänge, Laufmöglichkeiten und Nasenarbeit sind für ihn ideal. In eingezäuntem Gelände kann er bedenkenlos frei laufen – im offenen Gelände sollte man wegen seines ausgeprägten Jagdtriebs vorsichtig sein. Trotz seiner Aktivität ist er im Haus eher ruhig und liebt es, in der Nähe seiner Menschen zu entspannen. Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit des Pharaoh Hounds, seine Emotionen deutlich zu zeigen – bei Freude färben sich seine Ohren und die Nase oft leicht rosa. Diese Ausdrucksstärke und sein sanftes Wesen machen ihn zu einem faszinierenden und charmanten Begleiter.

Haltung und Pflege

Der Pharaoh Hound ist pflegeleicht, was sein kurzes, glattes Fell betrifft. Es genügt, ihn einmal pro Woche mit einer weichen Bürste oder einem Gummihandschuh zu bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen und den natürlichen Glanz zu fördern. Aufgrund der dünnen Fellstruktur sollte man ihn jedoch vor extremer Kälte schützen – in der kalten Jahreszeit ist ein Hundemantel bei längeren Spaziergängen empfehlenswert. Auch intensive Sonnenstrahlung kann empfindliche Hautpartien reizen, daher ist im Sommer ein schattiger Ruheplatz wichtig. Die Ohren des Pharaoh Hounds sind aufrecht stehend, gut belüftet und damit relativ unanfällig für Entzündungen. Dennoch sollten sie regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden. Ebenso empfiehlt sich eine regelmäßige Zahnpflege – entweder durch Zähneputzen oder geeignete Kauartikel – sowie das Schneiden der Krallen, wenn diese sich nicht natürlich abnutzen. Ein besonderes Augenmerk sollte auf sein Aktivitätslevel gelegt werden: Diese Rasse braucht tägliche Bewegung und geistige Auslastung, um gesund und zufrieden zu bleiben. Auch wenn er ruhig und anschmiegsam erscheinen mag, braucht der Pharaoh Hound gezielte Anregung, um nicht unterfordert zu sein. Die Pflege des Pharaoh Hounds ist insgesamt unkompliziert, setzt aber eine bewusste, liebevolle Fürsorge voraus, die seine Bedürfnisse in Bezug auf Klima, Bewegung und Gesundheit berücksichtigt.

Rassetypische Krankheiten

Der Pharaoh Hound gilt als eine gesunde und langlebige Hunderasse mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 11 bis 14 Jahren. Durch seine jahrhundertelange Selektion unter natürlichen Bedingungen weist er eine robuste Konstitution auf. Dennoch können, wie bei allen Rassen, einige gesundheitliche Probleme auftreten. Dazu zählen unter anderem Allergien, vor allem auf Umweltfaktoren wie Gräser oder Hausstaubmilben. Auch Hautirritationen oder Sonnenbrand auf helleren Hautstellen können bei dieser kurzhaarigen Rasse vorkommen. Gelegentlich tritt eine Patellaluxation (Verschiebung der Kniescheibe) auf, was besonders bei sportlicher Belastung zu beachten ist. Epilepsie wurde in wenigen Linien dokumentiert und sollte in der Zucht ausgeschlossen werden. Zudem ist der Pharaoh Hound sensibel gegenüber Narkosemitteln, weshalb eine tierärztliche Betreuung mit entsprechender Erfahrung empfehlenswert ist. Ein Thema, das in der Haltung besonders wichtig ist, betrifft das Gewicht: Pharaoh Hounds neigen bei Bewegungsmangel nicht zu Übergewicht, können aber bei zu viel Aktivität und falscher Fütterung rasch abmagern. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Futter und regelmäßige Gesundheitschecks sind essenziell, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Bei sorgfältiger Zucht und artgerechter Haltung bleiben Pharaoh Hounds in der Regel gesund, fit und vital – bis ins hohe Alter.

Besonderheiten

Der Pharaoh Hound ist nicht nur durch seine äußere Erscheinung und seine alte Herkunft bemerkenswert, sondern auch durch einige einzigartige Eigenschaften. Besonders bekannt ist die Fähigkeit, bei starker Freude ein sichtbares Erröten an Nase, Ohren und manchmal sogar um die Augenpartie zu zeigen – ein Phänomen, das ihn von anderen Hunderassen unterscheidet. Diese physiologische Reaktion ist auf die starke Durchblutung der feinen Hautschichten zurückzuführen. Eine weitere Besonderheit liegt in seinem ausgeprägten Jagdtrieb, der ihn zu einem exzellenten Spurensucher macht, zugleich aber besondere Anforderungen an seine Haltung stellt: Ein ausbruchsicherer Garten oder kontrollierte Spaziergänge sind unverzichtbar. Trotz seiner Bewegungsfreude ist der Pharaoh Hound im Haus ruhig, ausgeglichen und liebt den engen Kontakt zu seinen Menschen. Er passt sich gut an unterschiedliche Lebensstile an, sofern seine Bedürfnisse nach Bewegung, Zuwendung und geistiger Anregung erfüllt werden. In vielen Ländern wird der Pharaoh Hound heute nicht nur als Begleithund, sondern auch in Hundesportarten wie Coursing oder Mantrailing erfolgreich eingesetzt. Seine Vielseitigkeit, seine emotionale Tiefe und seine geschichtliche Bedeutung machen ihn zu einem faszinierenden Gefährten für Menschen mit einem Sinn für das Besondere.

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Energiebedarf (MER)
RER × Aktivitätsfaktor
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Protein (Maximum)
g/Tag
obere sinnvolle Spanne
Ziel g Protein/Tag ≈ g Futter/Tag ≈ kcal/Tag
Minimum
Mitte
Maximum

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